Im sp?ten 17. Jahrhundert fiel dem Medizinstudenten Johannes Hofer eine seltsame Krankheit auf, die im Ausland dienende Schweizer S?ldner plagte.
Die Symptome wie Ersch?pfung, Schlaflosigkeit, unregelm??iger Herzschlag sowie Verdauungsst?rungen und Fieber waren so stark, dass die Soldaten oft entlassen werden mussten.
Wie Hofer herausfand, war der Ausl?ser keine k?rperliche St?rung, sondern die starke Sehnsucht nach der Heimat in den Bergen.
Er gab dem Leiden den Namen Nostalgie von NOSTOS, griechisch für Heimkehr, und ALGOS für Schmerz oder Verlangen.
Zuerst vermutete man, Nostalgie befalle besonders Schweizer.
Einige ?rzte waren der Meinung, st?ndiges Kuhglockenbimmeln in den Alpen verursache Trommelfell- und Gehirntraumata.
Kommandeure verboten den Soldaten sogar, Schweizer Volkslieder zu singen, aus Angst, dies k?nnte zu Desertion oder Selbstmord führen.
Aber als die Migration weltweit zunahm, wurde Nostalgie in verschiedenen Gruppen beobachtet.
Es stellte sich heraus, dass jeder, der lange nicht in seiner Heimat war, von Nostalgie betroffen sein konnte.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts galt sie bei Experten nicht mehr als neurologisches Leiden, sondern als Geisteskrankheit, ?hnlich wie Depressionen.